Vita

(*1978 in Berlin)

 

In dritter Generation einer Musikerfamilie und als Sohn eines Cellisten und einer Geigerin sang David Ameln bereits 1982 an der Musikschule Berlin-Karlshorst im Chor und erhielt Klavierunterricht. Bis 1992 war er Mitglied im Rundfunk-Kinderchor Berlin unter der Leitung von Prof. Manfred Roost. 

 

1999-2002 nahm er Unterricht bei Prof. KS Christiane Bach-Röhr, zunächst im Fach Countertenor und wechselte dann ins Tenorfach. Parallel studierte er ab 2000 an der Technischen Universität Berlin das Fach Musikwissenschaften.

 

Im Wintersemester 2002/03 wechselte er an die Hochschule für Musik und Theater Rostock und studierte klassischen Gesang. Dabei wurde er erst von Anthony Baldwin, dann später von Prof. KS Christiane Bach-Röhr ausgebildet. 2003-2007 wurde er mit szenischem Unterricht im Fachbereich Oper bzw. Schauspiel intensiv auf die Arbeit am Theater vorbereitet.

 

Im Rahmen der praktischen Hochschulausbildung wirkte er an den Produktionen 'La finta semplice' als "Fracasso", in 'Häuptling Abendwind' als "Häuptling Morgenstund" und in 'Il Campiello' als "Donna Pasqua" mit.

 

Ameln nahm an Meisterkursen, u.a. für 'Liedinterpretation' bei Peter Schreier teil. Zudem studierte er 2004-2007 Liedgestaltung bei Henning Lucius und Prof. Karola Theill. Bereits während des Studiums führten ihn Engagements an das Allee-Theater Hamburg. Dort trat er in Produktionen für Kinder als "Tamino" in 'Die Zauberflöte', "Belmonte" in 'Die Entführung aus dem Serail' und "Prinz Ramiro" in 'La Cenerentola' auf.

 

2006 gewann er den internationalen Gesangswettbewerb der Kammeroper Schloss Rheinsberg und spielte dort den "Pygmalion" in der Operette 'Die schöne Galathée'. Engagements beim Schleswig-Holstein Musik Festival, in Berlin, Hamburg, Brandenburg, Lübeck und Kiel folgten.

 

Von 2007 bis 2009 war Ameln festes Ensemblemitglied der Musikalischen Komödie der Oper Leipzig. Dort verkörperte er u. a. die Rollen: "Ajax 1" (Die schöne Helena), "Theobald" (Das Schwarzwaldmädel), "Jamie" (My fair Lady) und "Ambrose Kemper" (Hello, Dolly!).

 

Im Jahr 2009 führte ihn ein Gastspiel nach Gera, wo er verschiedene Rollen in der Oper 'Šarlatán (Der Scharlatan)' von Pavel Haas übernahm. Mit "Dr. Blind" in 'Die Fledermaus' gastierte er im Dezember 2009 in Darmstadt. Außerdem tourte er mit dem Ensemble des 'Musik Theater Schönbrunn Wien', ebenfalls mit der Fledermaus, im Juni 2010 durch Japan. 

 

2009 war er als Gast erstmals im Anhaltischen Theater Dessau zu sehen. Dort war David Ameln in der Spielzeit 2009/10 u.a. als "Piquillio" in 'La Périchole' und in 'Candide' als Titelheld zu erleben.

 

Seit der Spielzeit 2010/11 ist er festes Ensemblemitglied am Anhaltischen Theater Dessau und verkörperte, neben anderen Partien, "Jaquino" in 'Fidelio', "Lorenzo" in 'La Muette de Portici', "Taxi Black" in 'One Touch of Venus', "Pong" in 'Turandot', "Beppe" in 'Pagliacci', "Haushofmeister" in 'Der Protagonist', "Kuska" in 'Chowanschtschina' und "Prinz Orlofsky" in 'Die Fledermaus'. 

Des Weiteren interpretierte er "Camille de Rossillon" in 'Die lustige Witwe', den "Schäbigen" in 'Lady Macbeth von Mzensk' und "Enéas" in der deutschen Erstaufführung von Massenets 'Esclarmonde'. 

Weitere Partien in Dessau waren "Parpignol" in 'La Bohème', "Spoletta" in 'Tosca', "Bastien" in 'Bastien und Bastienne', "Pygmaleon" in 'Die schöne Galathée', "Cervantes" in 'Das Spitzentuch der Königin' und "Kajetán" in 'Zigeunerliebe'. 

Besonders erfolgreich war David Ameln in den Rollen als "Tony" in 'West Side Story' und "Toni Schlumberger" in 'Die Zirkusprinzessin'. 

In der Dessauer Produktion von Wagners Ring des Nibelungen war er 2015 als "Froh" in 'Das Rheingold' zu erleben.

 

Bei den Bayreuther Festspielen war er 2016 als "Steuermann" in 'Der fliegende Holländer' zu erleben.

 

Zu seinen jüngsten Erfolgen in Dessau zählen seine Rollen als "Tenor" (King Arthur), "Kilian" (Der Freischütz), "Dr. Siedler" (Im weißen Rößl), "Steuermann" (Der fliegende Holländer), "Owlur" (Fürst Igor), "Truffaldino" (Die Liebe zu den Drei Orangen), "Junker Spärlich" (Die lustigen Weiber von Windsor), "Hortensio" (Kiss Me, Kate), "Ari Leschnikoff" (Die Comedian Harmonists), "Rodrigo" (Otello), "Andres/Spalanzani/Pitichinaccio" (Hoffmanns Erzählungen), "Vítek" (Die Sache Makropulos), "Monostatos" (Die Zauberflöte), "Der Narr" (Wozzeck) und "Tschekalinski" (Pique Dame). 

 

David Ameln pflegt eine große Verbundenheit zur Kirchenmusik und ist neben seiner Theatertätigkeit ein erfolgreicher Konzert- und Liedsänger.

Stipendien

David Ameln erhielt während seines Studiums in Rostock ein Begabtenstipendium der Oskar und Vera Ritter-Stiftung Hamburg und war Stipendiat der Yehudi Menuhin Live Music Now. 2011 ist er vom Richard-Wagner-Verband mit einem Stipendium für die 100. Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth ausgezeichnet worden.